Satzung des Schützenvereins Wagenfeld Förlingen e.V.

Fassung vom 14. April 2000

§ 1 Name und Sitz

Der Verein führt den Namen "Schützenverein Wagenfeld Förlingen e.V.". Der Sitz des Vereins ist Wagenfeld. Er soll in das Vereinsregister beim Amtsgericht in Diepholz eingetragen werden.

§ 2 Zweck

Zweck des Vereins:

a) Die Pflege und Ausübung des Schießsport's in kameradschaftlicher und sportlicher Verbundenheit, auch mit anderen Vereinen. Sowie die Förderung der körperlichen und seelischen Gesundheit seiner Mitglieder, insbesondere der Jugend durch Pflege von Leibesübungen auf schießsportlicher Grundlage.

b) Die Erhaltung und Pflege alten und neuen Schützenbrauchtums als wertvollen Teil des Volkslebens, das durch Abhaltung einens jährlichen Schützenfestes als Volksfest besonders hervorgehoben wird.

c)Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar steuerbegünstigte Zwecke im Sinne der Abgabenordnung.

d) Der Verein ist selbstlos tätig. Er verfolgt nicht nur in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.

e) Mittel des Vereins dürfen nur für die satzungsmäßigen Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus Mitteln des Vereins.

f) Es darf keine Person durch Ausgaben, die den Zweck der Körperschaft fremd sind, oder unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.

§ 3 Mitgliedschaft - Eintritt

Mitglied kann jeder unbescholtene Deutsche - Männer und Frauen - vom vollendeten 16. Lebensjahr an werden. Die Mitgliedschaft wird durch eine schriftliche Beitrittserklärung erworben. Über die Annahme entscheidet der Vorstand durch schriftliche Mitteilung. Gegen einen ablehnenden Bescheid steht die Berufung an die Mitgliederversammlung zu.

§4 Mitgliedschaft - Verlust

Die Mitgliedschaft endet durch Tod, Austrittserklärung oder Ausschluß. Der jederzeit mögliche Austritt erfolgt durch eine schriftliche Erklärung an den Vorstand.Dieser entscheidet über den Austritt durch einen schriftlichen Bescheid. Auf Antrag des Vorstandes kann ein Mitglied aus dem Verein ausgeschlossen werden. Der Ausschluß erfolgt nach Anhörung des Mitgliedes aufgrund eines Beschlusses des Vorstandes mit 3/4 Stimmenmehrheit. Gegen den Ausschluß steht innerhalb vier Wochen nach Benachrichtigung Berufung an die nächste Mitgliederversammlung zu. Bis zu deren Entscheidung ruhen die Mitgliedsrechte des Ausgeschlossenen.

Ausschließungsgründe sind:

a) Schwere Schädigung des Ansehens und der Belange des Vereins
b) gröbliche Verstöße gegen die Vereinskameradschaft
c) Nichtzahlung des Mitgliederbeitrages trotz vorheriger Mahnung
d) unehrenhafte Handlungen
e) grobe Verstöße gegen die Zwecke des Vereins sowie gegen Anordnungen des Vorstandes

Das ausgeschiedene Mitglied hat keinen Anspruch auf das Vereinsvermögen.

§ 5 Mitgliedsbeiträge

Über Höhe und Fälligkeit der Geldbeiträge beschließt die ordentliche Jahresversammlung der Mitglieder.

§ 6 Sonstige Rechte

Jedes Mitglied hat weiterhin folgende Rechte:

a) Stimm- und Wahlrecht in der Mitgliederversammlung
b) passives Wahlrecht ab 18 Jahre zum Mitglied des Vorstandes,
c) Teilnahmerecht an allen Veranstaltungen des Vereins,
d) das Recht, zu allen Vereinsfestlichkeiten die Ehefrau oder die öffentliche Verlobte frei einzuführen.

§ 7 Königschießen

Die höchste Ehre im Verein ist der Königstitel. Dieser kann im freien Wettbewerb von Ortsansässigen erlangt werden. Jedes Mitglied, welches das 25. Lebensjahr vollendet hat, hat das Recht, auf die Königsscheibe zu schießen. Nach Erringung der Königswürde kann das betreffende Mitglied frühestens nach 10 Jahren wieder König oder Vizekönig werden.

§ 8 Ehrenmitgliedschaft

Nach Antrag des Vorstandes können Mitglieder, die sich hervorragende Verdienste um den Verein erworben haben, durch die Mitgliederversammlung zu Ehrenmitgliedern ernannt werden. Nach Erreichung der Altersgrenze von 65 Jahren wird jedes Vereinsmitglied grundsätzlich zum Ehrenmitglied.

§ 9

Organe des Vereins sind der Vorstand und die Mitgliederversammlung.

§ 10

Der Vorstand besteht aus:

a) dem 1. Vorsitzenden (Präsident)
b) dem 2. Vorsitzenden (Vizepräsident)
c) dem Schriftführer und dessen Stellvertreter
d) dem Kassenwart und dessen 1. und 2. Stellvertreter
e) dem Kommandeur und dessen Stellvertreter
f) dem Schießwart und dessen 1. und 2. Stellvertreter
g) dem Jugendwart und dessen Stellvertreter
h) den beiden Schreibern
i) dem Fahnenträger
j) dem jeweiligen König und dessen Adjudanten

Der engere Vorstand besteht aus:

a) dem 1. Vorsitzenden (Präsident)
b) dem 2. Vorsitzenden (Vizepräsident)
c) dem Schriftführer
d) dem Kassenwart
e) dem Kommandeur
f) dem Schießwart
g) dem Jugendwart
h) dem jeweiligem König

Vorstand im Sinne des § 26 BGB sind der 1. Vorsitzende (Präsident) und der 2. Vorsitzende (Vizepräsident). Diese Vorstandsmitglieder sind jeder für sich allein vertretungsberechtigt. Der Vorstand führt die Geschäfte ehrenamtlich. Er wird auf drei Jahre gewählt, und zwar von der Mitgliederversammlung am Anfang des Jahres, jedoch spätestens bis Ende Februar. Der engere Vorstand besorgt die täglichen Angelegenheiten des Vereins und bereitet die vereinsinternen Veranstaltungen vor. Bei größeren Veranstaltungen des Vereins, Schützenfest usw., trifft der gesamte Vorstand die Vorbereitungen. Der gesamte Vorstand hat sich nach besten Kräften an allen Vereinstätigkeiten zu betätigen.

§ 11 Aufgaben einzelner Mitglieder des Vorstandes

Kommandeur
Dem Kommandeur untersteht das gesamte Komandowesen im Verein, wie z.B. das An- und Wegtreten bei Ausmärschen usw.

Schießwart
Der Schießwart ist für das Schießen verantwortlich. Seinen Anordnungen ist auf dem Schießstand unbedingt Folge zu leisten. Als Schießordnung gelten die gesetzlichen Bestimmungen und die allgemeinen Bedingungen für den Schießsport.

Schriftführer
Der Schriftführer führt das von ihm und dem 1. Vorsitzenden zu unterzeichnende Protokoll über Sitzungen des Vorstandes und der Mitgliederversammlung sowie über sonstige Veranstaltungen des Vereins. Weiterhin hat er ein Mitgliederverzeichnis zu führen und ist für die ordnungsgemäße Aufbewahrung der Schriftstücke verantwortlich.

Kassenwart
Der Kassenwart verwaltet die Vereinskasse, nimmt alle Zahlungen für den Verein gegen seine alleinige Quittung in Empfang und hat in der ordentlichen Mitgliederversammlung am Anfang eines jeden Jahres die Rechnungen des ablaufenden Jahres nebst einer Übersicht des Vermögenstandes vorzulegen.

§ 12 Die Mitgliederversammlung

Die Mitgliederversammlung besteht aus den Mitgliedern des Vereins.
Sie wird vom 1. Vorsitzenden alljährlich bis spätestens Ende Februar unter Einhaltung einer Frist von zwei Wochen und unter Bekanntmachung der Tagesordnung schriftlich oder durch Bekanntgabe im Diepholzer Kreisblatt einberufen und geleitet. Die Angelegenheiten des Vereins werden, soweit sie nicht gemäß der Satzung vom Vorstand zu besorgen sind, durch Beschlußfassung in der Mitgliederversammlung besorgt. Dabei werden die Beschlüsse mit Stimmenmehrheit gefaßt, wobei bei Stimmengleichheit die Stimme des 1. Vorsitzenden entscheidet.

Aufgaben der Mitgliederversammlung sind:

1. Wahl des Vorstandes alle drei Jahre
2. Wahl von zwei Rechnungsprüfern, die dem Vorstand nicht angehören dürfen
3. Entgegennahme des vom Vorstand zu erstattenden Jahresberichte
4. Entlastung des Vorstandes
5. Entscheidungen über Berufungen gegen Ausschließungen und Zurückweisungen von Aufnahmeanträgen
6. Beschließung über die Höhe der Beiträge

Eine außerordentliche Mitgliederversammlung ist auf Verlangen der Hälfte der Mitglieder einzuberufen.
Bei Satzungsänderungen ist die Zustimmung von 3/4 der Anwesenden Mitglieder erforderlich.
Anträge zur Mitgliederversammlung müssen mindestens eine Woche vorher schriftlich dem Vorstand eingereicht werden und begründet sein.

§ 13 Niederschrift

Über die Mitgliederversammlung ist eine vom 1. Vorsitzenden oder vom 2. Vorsitzenden und vom Schriftführer oder dessen Stellvertreter oder von einem von der Versammlung gewählten Protokollführer zu unterschreibende Niederschrift in das Protokollbuch aufzunehmen.

§ 14 Auflösung

Die Auflösung des Vereins kann nur in einer besonderen, zu diesem Zweck mit einer Frist von einem Monat einzuberufenden außerordentlichen Mitgliederversammlung mit einer Mehrheit von 3/4 der anwesenden Mitglieder beschlossen werden.
Das vorhandene Vereinsvermögen soll nach der Auflösung des Vereins dem Kreisverband Diepholz des Deutschen Roten Kreuzes zugeführt werden.

Wagenfeld, den 20. Januar 1978.
Vorstehendes wurde am 15. August 1978 wörtlich in das Vereinsregister unter der Nr.236 eingetragen.
Abschrift erstellt am 10. April 2000.